der Zellmembran gespeicherten AA die Menge der im Versuch zugeführten EPA bzw. AA ja weit
übersteigt. Dies würde die Beobachtung unterstützen, daß EPA gegenüber AA das bevorzugte
Substrat der Lipoxygenase ist (26).
4.1.3. Herabgesetzte Adhärenz von PMN an Endothelzellen
PMN und Endothelzellen treten über Adhäsionsmoleküle miteinander in Kontakt. Dieser
Vorgang kann als erster Schritt in der weiteren Abfolge der Abwehrreaktion wie auch über-
schießender inflammatorischer Prozesse angesehen werden. Eine Blockade der Adhäsions-
moleküle auf EC verhindert die Rekrutierung von PMN und damit die folgende entzündliche
Reaktion (
). Die enge Kooperation von PMN und EC ist gleichzeitig die Quelle erhöhter
Leukotrienproduktion (
). In den von uns durchgeführten Versuchen konnte eine signifi-
kante Abnahme der Adhärenz stimulierter PMN an solchen EC beobachtet werden, die mit EPA
vorinkubiert worden waren - dies sowohl gegenüber Versuchen mit AA-Vorinkubation, als auch
gegenüber Versuchen ohne Zufuhr freier Fettsäuren. Dieses Ergebnis läßt sich in Einklang
bringen mit Untersuchungen von Collie-Duguid (
). Collie-Duguid, Weber und De Caterina fanden eine erniedrigte Expression von VCAM-1-
Adhäsionsmolekülen auf stimulierten EC nach Behandlung mit EPA oder DHA. Hoover et al.
berichten von erhöhter Adhärenz von PMN auf EC durch Behandlung der EC mit LTB
4
. Zum
einen scheint also die verminderte Produktion von LTB
4
durch PMN, bzw. die alternative
Synthese von LTB
5
eine Rolle bei der reduzierten Adhärenz an EC in den vorliegenden Versu-
chen zu spielen. Zum anderen könnte eine herabgesetzte Expression von Adhäsionsmolekülen
durch die Fütterung mit EPA einen Erklärungsansatz liefern. Im Widerspruch dazu steht eine
Arbeit von Bates et al. (
), in der eine Steigerung der Adhärenz von PMN durch Fütterung
sowohl mit AA als auch mit EPA oder DHA beobachtet wurde. Jedoch wurden dort Versuche
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